© RUB, Marquard

Das Projekt

„Fake News“ im Mittelalter und der Frühen Neuzeit – Eine interdisziplinäre, studentische Konferenz im Zeichen der Mediävistik ist ein studentisches Initiativprojekt einiger Mitglieder des Fachschaftsrats „Medieval and Renaissance Studies“ (MaRS) an der Ruhr-Universität Bochum und wird von inSTUDIESplus und damit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die interdisziplinäre studentische Konferenz im Zeichen der Mediävistik soll mit der dort behandelten „Fake News“-Thematik den Bezug zur Aktualität des Mittelalters und der Frühen Neuzeit aufzeigen. Das Projekt soll Studierenden der verschiedenen Institute der philologischen und historischen Fakultät eine Plattform bieten ihre eigene Forschung in Vorträgen zu präsentieren und diskutieren. Ausgerichtet vom Fachschaftsrat des Masterstudiengangs „Medieval and Renaissance Studies“ (MaRS) soll auch eine Vernetzung und ein Austausch unter den TeilnehmerInnen und teilnehmenden Universitäten deutschlandweit stattfinden. Das Format soll später von anderen Universitäten übernommen und veranstaltet werden.


Entstehung

Die Idee einer interdisziplinären, studentischen Konferenz kam einigen Mitgliedern des Fachschaftsrats „Medieval and Renaissance Studies“ (MaRS), da sie in ihrem Studiengang stets interdisziplinär auf dem Gebiet der Mediävistik arbeiteten und bemerkten, dass es dort kein Format gab, welches sie nutzen konnten.

Im Juni 2019 nahmen sie am Wettbewerb für studentische Initiativprojekte 2019/20 im Rahmen von inSTUDIESplus teil. Im Juli 2019 wurde ihr Projekt bewilligt und erhält seitdem eine Förderung durch inSTUDIESplus. Die Wissenschaftlichen Hilfskräfte sind seit Oktober 2019 bei inSTUDIES eingestellt und planen seither dieses Unterfangen.


An wen richtet sich das Projekt?

Unser Projekt richtet sich an Student*innen, die sich im Masterstudium oder der Promotion befinden. Das Hauptaugenmerk liegt hier vor allem auf Studierenden der „Medieval and Renaissance Studies“-Studiengänge. Zudem sind auch alle fortgeschrittenen Studierenden der Anglistik, evangelische bzw. katholische Theologie, Geschichte, Germanistik, Islamwissenschaft, Klassische Philologie, Komparatistik, Kunstgeschichte, Ostasienwissenschaften, Philosophie, Rechtsgeschichte, Romanistik, Ur- und Frühgeschichte, sowie affiner Fächer herzlich dazu eingeladen.

Hierbei sollen nicht nur Student*innen der RUB und ihrer näheren Umgebung einbezogen werden, sondern es sollen deutschlandweit Studierende angesprochen werden: Studentinnen der „Medieval and Renaissance Studies“ Studiengänge an den Universitäten in München, Göttingen, Freiburg, Heidelberg, Bamberg, Münster und Köln sind ebenfalls sehr gern gesehen. Angesichts der kurzen Entfernung sollen auch Student*innen der niederländischen Universität Utrecht dafür gewonnen werden, denn Utrecht ist zudem ein wichtiges Zentrum der mediävistischen Forschung in interdisziplinärer Perspektiv.

Zu einer weiteren Zielgruppe zählen die Alumni, vor allem die des Studiengangs „Medieval and Renaissance Studies“ an der RUB, welche in einer Podiumsdiskussion am Ende ihr berufliche Laufbahn schildern können und somit den Studierenden ihre mögliche Zukunft aufzeigen können, auch außerhalb der Universität und des Promotionsstudiums.


Ziele

Besonders wichtig erachten wir den Austausch und die Vernetzung von Studierenden: Einen aktiven Austausch über die Fächergrenzen und auch über die Universitätsgrenzen zu fördern und auszubauen ist unser besonderes Anliegen, denn es gibt kaum bestehende Verbindungen der MaRS-Studiengänge untereinander. Zudem ist es sehr wichtig, den interdisziplinären Austausch zu ermöglichen und fördern, damit die Forscher von morgen nicht am eigenen Tellerrand „kleben“ bleiben, sondern über diesen hinaus mit einem breiten Blickfeld die Forschung und ihr Gegenstände betrachten können.

Neben der Vernetzung und dem Knüpfen von Kontakten, soll die generelle Attraktivität der Mediävistik aufgezeigt werden. Viele Studentinnen absolvieren die Mediävistik oftmals nur als ‚Pflichtteil‘ ihres Studiums, ohne wirklich zu erfahren, wie spannend und auch aktuell das Thema sein kann, denn aktuelle Thematiken sind nicht zwangsweise erst in der Moderne entstanden, sondern waren schon immer diskussionswürdig. Wir wollen in unserem Projekt und dem gewählten Überthema aufzeigen, welche modernen Begrifflichkeiten mit mediävistischen Thematiken verbunden sind und somit die Mediävistik für die Studentinnen attraktiver machen, damit sie diese nicht nur als ‚lästige Pflicht‘, sondern als spannenden und ihre Sicht erweiternden Teil des Studiums und ggf. auch ihres Lebens sehen.


Für die Zukunft

Auf der Konferenz kann man sich austauschen, neue Kontakt und Verbindungen aufbauen. Dies soll zudem nicht nur dort geschehen, sondern unser Ziel ist es, dass dies auf Dauer ermöglicht wird: Das Format soll in regelmäßigen Abständen von den verschiedenen MaRS Studiengängen im Rotationsverfahren durchgeführt werden und so kommen demnächst dann nicht nur Student*innen anderer Universitäten zu uns, sondern auch unsere zu ihnen. So würden überregionale Verbindungen entstehen und gestärkt. Weiterführend kann hier noch gesagt werden, dass nicht nur die Kooperation mit den in Deutschland verteilten MaRS Studiengängen angestrebt wird, sondern auch mit der benachbarten niederländischen Universität Utrecht, an der MaRS ebenfalls vertreten ist.